Donnerstag, 12. Juni 2014

Die nächsten Schritte auch

Logbuch der Icarus

Eintrag 1306.2314, kommandierender Offizier, Cpt. Dakota.

An Sternenadmiral Kessler, persönlicher Kanal, Übertragungsweg unbekannt.

Geprüft, genehmigt (und vermutlich auch überwacht) von Cmd. Pagar, Politoffizier Mission Exodus.

Es erfolgt eine einseitige audiovisuelle Übertragung.
Bitte bestätigen sie ihre Identität als Empfänger 'Mike Kessler'.
Übertragen ihr Passwort JETZT .. *********************


Sternenadmiral Kessler,

mit ihrer Erlaubnis fasse ich die Ereignisse und verklausulierten Berichte der letzten Tage noch einmal zusammen. Sie haben immer für die Sicherheit des Übertragungsweges gebürgt, so kann ich frei sprechen und es ist mit ihrem Einverständnis dem VED als Abschlussbericht vorzulegen.

Eintrag 0806:
Der WLG wurde fertig gestellt. Alles klappte gemäß Anleitung und es fehlte tatsächlich mal kein einziges Bauteil. Meine Glückwünsche an die Entwickler.

Eintrag 0906:
Die Einergierversorung wurde eingerichtet und speist sich nun aus dem Kern.
Der WLG wurde ein drittes Mal geprüft von unseren wissenschaftlichen Offizieren und erhielt seine Freigabe wie geplant für 2030 Erdenzeit.

2050, der Generator funktionierte im vierten Anlauf.
Die Bauteile erwiesen sich als nicht so belastbar, wie geplant .. so schaltete sich der Generator dreimal während der Inistialisierungssequenz selbsttätig ab.

Der vierte Versuch war ein Erfolg auf unserer Seite, aber wegen der Order 'Taurenschiff' stoppten wir unseren Abflug wie gewünscht und konnten das Wurmloch nicht mehr in der Zeit erreichen.
[Eingefügt 1106 Nach 48 Erdenstunden verschwand es wie geplant von unseren Sensoren.]

Eintrag 1006:
Entgegen meiner Bedenken starteten wir Operation 'Taurenschiff'.
Während der Mission und später beim De-Briefing, wurde sehr deutlich, dass wir die letzten Jahre in der Forschung verbrachten und uns die Protokolle nicht mehr im Blut liegen. Wir werden verstärkt die kommenden Wochen der Reise nutzen, dies zu Verbessern. Cptn. Carpenter hat sich derweil als Glücksgriff erwiesen .. auch die vom SD übermittelten Daten bestätigen, ihm vertrauen zu können.

Entschlossenheit, Wille und Carpenter waren dann auch die Führer bei dieser Mission .. und Mission 'Taurenschiff' wurde zu einem Erfolg ohne eigene Verluste.
Verletzte gab es dennoch .. Nawar eine unsere Wissenschaftlerin erlitt erheblich Blessuren. Ich erwähne dies, darauf hinzuweisen, wie mangelhaft unsere Aurüstung zum Teil ist und dass sie keine weiteren Wunder von der Crew erwarten dürfen.



Eintrag 1106:
Nun liegen die meisten Berichte vor.
Das primäre Ziel wurde erreicht, wir hatten die Gelegenheit das abgestüzte Schiff zu besichtigen, zu scannen und wir konnten dem Computer Teile seiner Dankenbank abtrotzen.


Darüber hinaus wurde auch eine Lebensform an Bord des Schiffes lokalisieren und an Bord der Icarus gebracht. Ob sie wirklich überlebt, steht in den Sternen. Sie weist - obschon unserer Rasse bedingt ähnlich - dermaßen viel Unterschiede zur Menschheit auf, dass unsere medizinischen Geräte und auch der Doc deutlich überfordert sind.

In Absprache mit dem VED wurde entschieden - und danke für ihre Unterstütztung dabei - dass wir das Wesen an Bord analysieren werden. Ob es sich wirklich dabei um die Rasse der Tauren handelt, und es uns bei der Auswertung der Datenbank helfen kann, wage ich wie sie, nach den letzten Funden ihrerseits, zu bezweifeln.

Ein neuer Zeitplan wurde festgelegt. Etablierung eines neuen Wurmloches und Aufbruch ins All für 2200 am nächsten Tag.

Eintrag 1206:
Der Generator funktionierte im ersten Anlauf und seine Protokolle wurden offiziell dem VED übergeben. Alle 48 Stunden wird es nun neu gestartet werden. Die Icarus wird es auf ihrer Reise passieren und auch die wissenschaftlichen Analysen am Erscheinungspunkt vornehmen.

























Um 2230 verließ die Ikarus planmäßig den dritten Mond und wir werden Erdaußen 4 in hmmm ... 13 Stunden passsieren, Admiral. Der experimentelle Antrieb funktioniert derweil erwartungsgemäß - eine Analyse vom Chief steht noch aus.



Eintrag 1306:
Erdaußen 4 ist noch sieben Stunden entfernt. Das künstliche Wurmloch noch 33 Stunden. Ohne besondere Vorkommnisse und Einmischung des VED sollte Cptn. Carpenter uns den Weg ab 4.01.26 weisen und wir steuern einen ersten Schmelztiegel an, eine stark frequentierte Raumstation im Alpha Sektor. Je nach Lage werden wir ein paar Tage dort verbringen und Informationen sammeln.

Hey .. lass das da stehen !! .. und du, komm ja von der Konsole herunter !!

oops .. Dakota ENDE.

Donnerstag, 5. Juni 2014

Die Hintergrundstory (Einstiegs-RP)

"Willkommen an Bord .. folgen Sie mir bitte" Ohne sich umzuwenden führt sie dich geradewegs in den Besprechungsraum, ein recht steril gehaltener Raum; Gläserne Schreibtischplatte, ein laptopähnliches Gerät, zwei Stühle.

"Setzten Sie sich!", weist sie dich mit einem routinierten Befehlston ein, deutet mit einem Handwink auf den Stuhl vor sich und platziert sich selbst hinter dem Schreibtisch. „Sie haben eine lange, harte Ausbildung abgeschlossen, um sich unser Crew anschließen zu können. Der Weg bis hierhin mag Ihre physischen und psychischen Grenzen getestet haben. Ich sehe, Sie sind noch in guter Verfassung. Somit haben haben Sie sich qualifiziert sich an den Forschungen dieser Crew zu beteiligen. Herzlichen Glückwunsch." Ihre Mundwinkel zucken kurz nach oben, um so etwas wie ein freundliches Lächeln anzudeuten. „Nun werden Sie Ihre gelernten Fähigkeiten in der Praxis auf die Probe stellen.“

Eine kurze Pause, in der sie dich eindringlich mustert. Unbeirrt deiner Reaktion gegenüber, wie ein mehrmals abgespieltes Tonband, fährt sie fort: „Um einen Überblick der historischen Hintergründe zu erfahren werde ich Ihnen nun eine kurze Präsentation vorspielen, in der Sie die nötigen Grundlagen erfahren, welche diese Forschungsreise betreffen." Sie tippt einige Male routinierte Wörter in den Laptop ein, vermutlich Codes. Dann dreht sie das Gerät in deine Richtung. Ein Hologramm zeigt surrend ein 3-dimensionales Bild. Der blaue Planet, die Erde, wie sie einst existierte, als sie noch bewohnbar war, dreht sich vor deinen Augen langsam und stetig um die eigene Achse. Dazu eine monotone Männerstimme:

"Die Erde, wie wir sie aus dem 21. Jahrhundert kennen. Eine Zeit im Wandel. Die bewohnbaren Planeten außerhalb des Erdsystems wurden entdeckt, die fortgeschrittene Technologie ermöglichte es der Menschheit die neuen Welten zu kolonialisieren. Unzählige, meist private Projekte gaben die Möglichkeiten diese Fremde zu erschließen. Hunderte Schiffe drängten zu den neuen Welten vor, die Erde selbst wurde bis auf den Rest ausgebeutet. In einem unerbittlichen Goldrausch profitierten Konzerte und Oligarchen von dem Exodus und führten Machtkämpfe aus. Vor allem auf der Erde führte dies zum dritten Weltkrieg.“ Das Bild vor deinen Augen veränderte sich, zeigte urige Aufnahmen zerstörter, irdischer Gebäude aus dem 21. Jahrhundert. „Die Menschheit der Erde wurde drastisch reduziert, der Untergang der Hochkultur. Sie verloren jeglichen Kontakt zu den Kolonien. Da die Zentralen auf der Erde lokalisiert waren, verloren auch die meisten neuen Welten jeglichen Kontakt untereinander und entwickelten sich auf ihre Art weiter.

Einige stellten auf ihren Planeten eine zweite Erde dar. Andere fanden ganz neue Möglichkeiten sich ohne Obrigkeit und Kontrolle zu entwickeln – die primitive Macht des Stärkeren.“ Als Anschauung zeichnet das Hologramm mehrere Planeten auf, sie stellten exemplarisch verschiedene Zeitzonen, Lebensweisen und Kulturen dar. „Es waren Jahrhunderte, in denen die verbliebene Menschheit unter einer verstrahlen, leblosen Erdoberfläche vegetierten….“

Ein neues Bild wechselte, das Raumschiff war zu sehen, wie es in einer recht einfachen Animation durch das All flog. „Ziel unseres Forscherteams ist es nun also diese uns fremden Kolonien aufzusuchen, zu erforschen, um die Ergebnisse zu dokumentieren, zu bearbeiten und schließlich an die ‚Neu-Erwachten‘ zu übermitteln. Die ‚Neu-Erwachten‘ bezahlen uns dafür, dass die Crew sie auf der Suche nach einer neuen Heimat von der Erde abholt und sie anschließend in eine dieser Welten vermitteln. Dabei verwenden wir das auf die Persönlichkeit zugeschnittene Profil. Wir berücksichtigen dabei individuelle Wünsche und Vorlieben, um einen möglichst reibungslosen Ablauf des Transports zu gewährleisten.“

Das Hologramm flackerte kurz und verliert sich dann in der Luft, so schnell wie es entstanden war. Mit einem Handgriff klappte sie den Laptop zu und mustert mit aufmerksamen Blicken dein Gesicht. „Mit dem fundierten Wissen aus unseren Forschungsreisen vermitteln wir unsere Kunden, die sogenannten ‚Neu-Erwachten‘ an eine neue Heimat“, fasst sie den Forschungsauftrag noch einmal zusammen und erhebt sich dann, mit einem kurzen, prüfenden Blick an die Wanduhr. „Nun, es ist Zeit. Ihre Uniform finden Sie im Spind Nummer 938. Ihnen steht absofort eine Schlafmöglichkeit an Bord zur Verfügung. Bitte melden Sie sich bei dem kommandierenden Offizier. Alles Weitere werden Sie dort in Erfahrung bringen.“ Sie gibt einer gerüsteten Wache ein knappes Handzeichen, dieser führt dich wieder aus dem Raum.

Ein Anfang ist gemacht

Logbuch der Icarus

Eintrag 0406.2314, kommandierender Offizier, Cpt. Dakota.

An das VED über Leitstelle Lunar, persönlicher Kanal, zur Freigabe an Sternenadmiral Kessler.

Geprüft und genehmigt von Cmd. Pagar, Politoffizier Mission Exodus.

Es erfolgt eine Audiovisuelle Übertragen, wenn sie der gleichzeitigen Aufzeichnung und Datenübertragung zustimmen, bestätigen sie mit ihrem Passwort ..

Bitte denken sie JETZT .. **********

Sternenadmiral Kessler,

bei allem Respekt, .. dass sie uns so überraschend aus unserer Langzeitforschung rissen, verursacht hier ein sehr geteiltes Echo. Ich lege formalen Protest ein gegen diese Einmischung in zivil finanzierte Projekte .. und erwarte dass dies zu Protokoll genommen wird.

Wie auch immer, die Operation ist nun angelaufen, wir haben uns auf dem dritten Mond mit den meisten Mitgliedern der neuen Crew treffen können. Einige brauchen noch ein paar Tage, um volle Leistung zu bringen. Sie wissen selbst, wie es nach einer Langzeit-Konditionierung ist - ich wiederhole also noch mal meinen Protest, auch wenn ich die Eile und Ziele dieser Mission klar unterstütze.

Wir werden nun beginnen den ersten Wurmlochgenerator auf dem dritten Mond zu installieren, ich hoffe sehr, sie haben einen Plan B, denn wenn wir das Sonnensystem verlassen haben, ist es zu spät für Ausbesserungen.


Ach, noch etwas persönliches ..

Bitte denken sie jetzt den Verschlüsselungscode der Stufe 13 .. ***********************

Himmel, Mike !!

Musstest du mir wirklich einen Politoffizier mit auf den weg geben?
Habe ich nicht bewiesen, dass ich hinter den Idealen stehe, und war ich nicht vollkommen loyal seit meiner Freilassung??

aber wenn wir schon mal strikt verschlüsselt sind .. Ich bitte um ein Dossier über Cpt. Carpenter. Ich weiss, dass er irgendwo da im Speicher schlummert. Wir haben ganz sicher was über ihn .. Derweil verlasse ich mich ganz auf seine Führung, wenn wir Wegepunkt fünf überschritten haben.

Verschlüsselung aus!

Also, wir liegen im Zeitplan, Mike.
In drei Tagen steht der Generator und wir werden zu Abend speisen können.

War das jetzt noch verschlüsselt? .. ach egal ..

Ich ahm .. melde mich dann morgen wieder .. Dakota ENDE.


RAUSCHEN ..